Projekt Meridian(s) – Neue Achsen zwischen Katalonien und Deutschland
Mit MERIDIAN(s) baut das APCC seit 2024 gezielt Verbindungen zwischen der katalanischen und der deutschen Zirkusszene auf. Ziel ist ein Forum, das ab 2026 nicht nur Sichtbarkeit schafft, sondern nachhaltige Kooperationen ermöglicht. Informationen zu Formaten und Projekten werden in Kürze veröffentlicht – parallel zum Start in die Festivalsaison.
Was oft abstrakt bleibt, wird im April 2026 konkret: Zwei Residenzen – in Barcelona und Karlsruhe – geben Einblick in aktuelle Arbeitsprozesse.
Barcelona: Overhead Project – „1000 Faces“
Wie viele Menschen braucht es, um einen Körper zu tragen?
15. April, 18:30 –19:00 Uhr, La Central del Circ – Work-in-Progress
Overhead Project arbeitet im April in Kurzresidenzen bei La Turbo und La Central del Circ in Barcelona. Am 15. April zeigen sie einen Work-in-Progress ihres Projekts 1000 Faces. Im Zentrum steht die aktive Beteiligung des Publikums: Die Teilnehmenden werden eingeladen, sich körperlich einzubringen – einander zu tragen, zu stützen und Verantwortung zu übernehmen. So entsteht ein kollektiver Erfahrungsraum, in dem sich die Grenzen zwischen Publikum und Performance kontinuierlich neu verhandeln.
Karlsruhe: Los Galindos – „ENST“
30. März – 12. April, Zirkusresidenz Tollhaus Karlsruhe
Parallel dazu arbeitet Los Galindos im Tollhaus Karlsruhe an ENST. Mit ENST stürmen Los Galindos die klassische Theaterbühne, voller Tatendrang, mit allen Klischees und Erwartungshaltungen zu brechen und mit den Codes der Theaterbühne zu spielen. Sie wollen ihre Abreisweise der offenen, nicht-narrative Form weiterentwickeln und gesellschaftkritische Themen wie Macht, Angst und Lüge verhandeln. Die Residenz ist Teil der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Los Galindos und dem Tollhaus Karlsruhe.
Beide Residenzen machen sichtbar, was MERIDIAN(s) ausmacht: künstlerischen Austausch entlang neuer Verbindungen zwischen zwei Zirkuslandschaften.
MERIDIAN(s) Katalonien – Deutschland 2026
„MERIDIAN(s) Katalonien – Deutschland 2026“ ist ein Austauschprogramm, das Begegnungen und Zusammenarbeit zwischen Zirkuskünstler*innen, Festivals, Spielorten und Kulturschaffenden aus Katalonien und Deutschland fördert.
Ziel des Projekts ist es, die Sichtbarkeit des katalanischen Zirkus in Deutschland zu erhöhen sowie den Dialog und die kreative Kooperation im Zirkusbereich beider Länder zu stärken. Das Programm wird vom katalanischen Verband der Zirkussschaffenden (APCC) koordiniert und ist Teil des Internationalisierungsprogramms im Rahmen des Katalanischen Zirkusförderplans 2023–2026.
Mit dem Gastspiel EZ während des Festivals PLAY (– im Chamäleon Theater wurde das Schwerpunktjahr eingeläutet. MERIDIAN(s) ermöglichte Elena Zanzu, einige Tage in Berlin zu bleiben, um die Berliner Szene kennenzulernen und sich auszutauschen.
Cox Ahlers und Catrin Lichy vom Forum Neuer Zirkus e.V. / Act One gingen – ebenfalls im Januar 2026 – mit Vertreter:innen von APCC und La Central del Circ bei einem Arbeitstreffen in Barcelona vor allem der Frage nach: Wie wurde La Central del Circ seit 2008 zu dem unübersehbaren Circuszentrum, was es heute ist, und was lässt sich davon auf die Pläne zum CircusHub Berlin übertragen? Wie kann eine Zusammenarbeit aussehen?
MERIDIAN(s) wird vom APCC koordiniert und ist Teil des Internationalisierungsprogramms im Rahmen des Katalanischen Zirkusförderplans 2023–2026.





