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Charta

Charta

 

Mit der CHARTA möchten wir dem BUZZ eine Leitlinie und Orientierung für sein Handeln und Agieren untereinander geben.
Dem weit verbreiteten Grundsatz der Lobbyarbeit >> Der Zweck heiligt die Mittel << soll, wenn notwendig, Einhalt geboten werden.
Wir haben uns bemüht, die Inhalte der CHARTA positiv, im Sinne von ´wünschenswert´ und nicht reglementierend darzustellen.

Den
Stand der CHARTA fassen wir als Angebot zur offenen Debatte auf, als Guideline für einen fairen und auf Respekt gegründeten Diskurs und als fortlaufenden Prozess.
Die CHARTA darf gerne auch eine Einladung zur Selbstverpflichtung, aller mit dem BUZZ agierenden Menschen sein.
 

Fragen, Anregungen und Kritik können per E-Mail an Marina (marina.rieger@bu-zz.de), Klaus (klaus.borkens@bu-zz.de) und Christoph (christoph.rummel@bu-zz.de) adressiert werden.  

Lebensfördernde Zukunft 

Wir treten für eine friedvolle, vielfältige, gleichberechtigte und zusammen-lebens-bejahende Welt ein.   

Toleranz, Diversität und die Freiheit von Meinung und Kunst sind für uns wesentlich.   

Jede Form von Rassismus oder die Herabsetzung vielfältiger Lebensentwürfe, Kulturen und Religionen lehnen wir ab. Wir versuchen destruktive Strukturen und Missstände zu erkennen, aufzudecken und transparent im Innen und Außen anzugehen, zu verändern und/oder zusammen mit den Betroffenen zu beseitigen. 

 

Auch der Zirkus war in seiner Geschichte nicht frei von menschlichem Fehlverhalten. So wurden Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Anderseins als Sensation zur Schau gestellt. Während des Nationalsozialismus wurden jüdische Zirkusfamilien enteignet und vertrieben, Sinti und Roma durch drastische Einschränkungen ihrer Lebensgrundlage beraubt …  
Umso mehr möchten wir uns gemeinsam dafür einsetzten, dass sich solche und ähnliche Handlungen nicht wiederholen. 

Wir wertschätzen die Historie des Zirkus, um daraus zu lernen und unser Denken, Handeln und die Praxis in Training und Aufführung zu reflektieren. Das Hinterfragen tradierter Strukturen wird von uns unterstützt und in einen vielfältigen Dialog geführt.  

Das Halten von Tieren entgegen ihrer natürlichen Bedürfnisse sehen wir kritisch.

Mache dich vertraut mit:   

Lernfreudige Mitwelt  

Wir begegnen uns, unserer Mitwelt und der Natur in respektvoller und wertschätzender Weise und achten unsere eigenen Bedürfnisse ebenso wie die unserer Partner*innen.  

Wir suchen einen fruchtbaren, auf Kommunikation und Empathie aufgebauten, Umgang mit Konflikten.   

Für uns sind Kooperation, Austausch, Offenheit, transparente Strukturen und demokratische Ideale, Leitbilder der Zusammenarbeit und Möglichkeiten zur Gestaltung von Prozessen, ohne dabei die eigene (Macht-)position auszunutzen.   

Es ist uns wichtig, dass wir uns und unser Handeln immer wieder reflektierend an unseren eigenen Ansprüchen messen und uns offen für Veränderungen weiterentwickeln.

 

Wir sehen es als unsere Aufgabe, Machtmissbrauch in Ausbildungs-, Produktions- und anderen kreativen Austauschprozesse aufzuzeigen und nach Möglichkeit schon in ihrer Entstehung, zu verhindern und setzen uns dafür ein, entsprechende Prozesse so zu gestalten, dass Macht- und Privilegienmissbrauch keinen gangbaren Weg darstellen.  

Auch als Interessensverband versuchen wir unser Handeln am Wohle aller Beteiligten auszurichten.

Mache dich vertraut mit:

  • Formulierungsschritten von Gewaltfreier Kommunikation (GfK), wie: Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte, …  
  • deiner Antidiskriminierungsstelle/Gleichbehandlungsbeauftragten im Landesverband und bei deiner Kontaktperson in der Gewerkschaft oder anderer Interessensvertretungen.
  • (deinen) strukturellen Privilegien und Benachteiligungen und adressiere offen strukturelle Diskriminierung im zeitgenössischen Zirkus. 

Experimenteller Chaosmos  

Wir sehen die Kunst in all ihren kulturellen Formen, genau wie den zeitgenössischen Zirkus und die „physical arts“, als eine essentielle Bereicherung, ja universelle Notwendigkeit für Erde, Gesellschaft und die Menschen an. Sie schenken Begegnung, Austausch, Inspiration, Reflexion und Vielfalt, Zusammenhalt, Tiefe und Energie.

Wir schätzen den Zirkus als Raum für Kooperation, Disput und Konfrontation, Diskurs, als Ort des Kreierens und Experimentierens und damit als Wegbereiter und Perspektivgeber für Kultur und Gesellschaft.  

Unsere Erfahrungen und unser Wirken und Forschen möchten wir in den Diskurs mit allen Künsten, ebenso mit Wissenschaft und Gesellschaft bringen. 

 

Der Zirkus bringt, aus seiner ursprünglichen Tradition heraus und in all seinen Erscheinungsformen, stets Menschen ohne Zugangsschranken aus allen Gesellschaftsschichten und Generationen zusammen.

Die zirzensischen Disziplinen und Charaktere sprechen in starken Bildern und Metaphern und können einen Raum zur damit Auseinandersetzung schaffen. So hat z.B. die Figur des Clowns, die Möglichkeit, jedem Menschen (unabhängig von Macht und Status) den Spiegel vorzuhalten oder die Möglichkeit, Momente des Unsinns zu schaffen (und das sollte ohne Einschränkungen so bleiben).

Das Spiel zwischen Inszenierung, individuellem Ausdruck und körperbetonten, artistischen Fähigkeiten ist für uns Wesensmerkmal der Zirkuskünste. Dabei ist die körperliche Höchstleistung nur ein Kriterium für eine gelungene Darbietung und mit kontroversen oder negativen Aspekten, wie Höchstleistungsstreben, übersteigerter Selbstdarstellung, Sensationsgier und den gesundheitlichen Folgen abzuwägen.

Um eine künstlerische Darbietung zu erschaffen, ob im zeitgenössischen Zirkus oder einer anderen Kunstform, bedarf es Fähigkeiten, wie Koordination, Balance, Vertrauen, Verantwortungsgefühl, Respekt, Hingabe und Intuition, die als wichtiger Gegenpol zu einer zunehmenden Technologisierung, Materialisierung und Technokratisierung anschaulich machen können, was berührt, was fehlt, was zählt … für eine zusammen-lebens-bejahenden Welt.  

Mache dich vertraut mit:   

  • Den Circostrada Grundsätzen:https://www.circostrada.org/en/missions
  • Den Global Goals (Agenda 2030): https://www.globalgoals.org/
  • Den 5 Punkten des Manifests des Zeitgenössischen Zirkus: https://www.berlin-circus-festival.de/manifest.html
    • Anerkennung als Kunstform innerhalb der darstellenden Künste.
    • Klare Spartenverortung inkl. Ansprechpartner in den jeweiligen Institutionen.  
    • Gleichbehandlung bei öffentlichen Förderungen.
    • Gleichberechtigter Zugang zu Bühnen und Spielstätten. 
    • Gleichberechtigter Zugang zu kultureller Infrastruktur: Kulturzentren, Probenräume, Residenzen 

Kurze Beschreibung der Mitwirkenden:

Marina Rieger:  

Ich schreibe für den Bundes BUZZ, aus dem BUZZ-Städtepol Berlin an dieser Charta als weiße Frau, die sich als weiblich identifiziert.    

 

Klaus Borkens:  

Mit welchem ´Hintergrund´ schreibe ich an der CHARTA:   

Gründungsmitglied der Initiative Neuer Zirkus / BUZZ  

Alter weißer Mann (identification depends on state of mind, state of locked down, …, state of me) … so I don´t see myself in that cliché and I don´t want to define myself  

Seit über 30 Jahren spartenübergreifend in den “physical arts” konzeptionierend, performend und vermittelnd tätig   

Koordinator Metro-pôle du cirque RUHR (BUZZ Städtepol)   

Moderator des Cluster “Vision eines ZirkusZentrums” 

„The CHARTA as an incomplete manifesto  „ 

„Ask different questions … and collect wrong answers as part of the process …  „ 

„What are the questions the CHARTA gives answers to …  „ 

„Without inspiration, nothing moves …  „  

 

Christoph Rummel:  

Seit meiner Jugend stehe ich jonglierend auf der Bühne und möchte meine Perspektive auf Themen der Ethik und des Umgangs mit Mitmenschen schärfen.

 

Beteligt waren zudem Valérie Marsac und Tim Behren.

 

Kontakt:  

Marina marina.rieger@bu-zz.de  

Klaus  klaus.borkens@bu-zz.de  

Christoph Christoph.Rummel@bu-zz.de   

„ZIRKUS BLEIBT DURCH SEINE KÜNSTLERISCHE VIELFALT EIN GROSSES ABENTEUER.“

Circus unARTiq

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