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Summer of Performance at Revier Südost

02. Juli – 07. August 2021 Revier Südost Berlin

Grotest Maru, Jana Korb und das Revier Südost laden zum Summer of Performance ein. Dabei werden im Juli und August vier verschiedene Stücke und Inszenierungen auf dem Gelände der ehemaligen Bärenquell Brauerei in besonderer Kulisse gezeigt.

Das Theater im öffentlichen Raum kämpft ähnlich wie die Clubkultur um Anerkennung, da das Genre zumeist missachtet und als Straßentheater abgetan wird. Das grundlegende Problem ist der fehlende Raum für Proben und Aufführungen in Berlin, weshalb bisher oft internationale Festivals als Theaterhäuser fungierten. Die beiden Ensembles tourten bereits rund um die Welt und spielten unter anderem in China, Kanada, Italien, Portugal und vielen weiteren Ländern.

Durch die Pandemie bekam das “draußen sein” einen neuen Stellenwert und folglich wuchs die Aufmerksamkeit gegenüber Theater im Freien. Nun haben Grotest Maru und Jana Korb mit dem Revier Südost endlich einen Ort in Berlin gefunden, an dem sie sowohl proben als auch ihre Inszenierungen auf einer einzigartigen Bühne aufführen können.

Grotest Maru, 1996 in Berlin gegründet, möchte auf niederschwellige Art ein breites Publikum erreichen und ist darauf spezialisiert mit performativen Interventionen in den urbanen Raum einzugreifen und die Wahrnehmung im öffentlichen Raum zu schärfen – eine Kommunikation, die kulturelle Grenzen überschreitet. In einer ganz eigenen Theatersprache, in der nicht das Wort, sondern das Bild Hauptträger des künstlerischen Inhaltes ist.

Für das Revier Südost in Berlin Schöneweide wird Grotest Maru die Fassaden-Inszenierung Timebank an die besonderen architektonischen Potenziale des Ortes adaptieren – die Künstler:innen agieren aus Fenstern, seilen sich mit Klettertechnik ab und präsentieren atemberaubende Szenerien. Das grundlegende Thema der Inszenierung, ein kritischer Blick auf die Mechanismen von Finanzmärkten und die menschliche Brutalität von Konkurrenz, Wettbewerb und Workaholism, wird verbunden mit dem Berliner Diskurs um Wohn- und Immobilienproblematik. Wie können wir eine menschlichere Stadt visionieren, in der wir unsere Life-Work-Sleep-Balance in Einklang mit ökologischem Arbeiten und Wohnen bringen?

SCHWARM ist eine neue Inszenierung von Grotest Maru, die auf dem Gelände des Revier Südost Weltpremiere feiert. Fünf etwa 3 Meter große Kranich-Stelzenfiguren bilden den SCHWARM, der sich verschiedenen Hindernissen stellen muss. Dabei fließen Themen wie Migration und Kontrolle, Überwachung, Normierung und Flucht auf ganz selbstverständliche, vor allem assoziative Weise in die Inszenierung ein. Mittels Kopfhörer und VJ-Projektion dringt das multimediale Spektakel ganz unmittelbar in das kollektive Bewusstsein der Anwesenden ein. Das Publikum wird über mehrere Stationen geführt und es entsteht ein 360 Grad Theater. Für SCHWARM, kooperiert Grotest Maru, in der künstlerischen Leitung von Ursula Maria Berzborn, mit Tom Mustroph für die Dramaturgie und Kathrin Hegedüsch für das Kostümbild, während Milena Kipfmüller und Klaus Janek von Sounding Situations für den Klang sorgen und die Kreation der Videoprojektionen in den Händen von Hanna Zimmermann und Mara Stirner liegt.

Jana Korb ist Künstlerin und Kulturwissenschaftlerin und produziert artistisches Theater und narrativen Zirkus. Die Mit-Begründerin des RAW-Geländes hat bereits für Christoph Schlingensief, John Bock, Jill Greenhalgh und andere choreografiert und produziert.

LuftFest – Das Aerial Arts Festival Berlin wird begleitet von vollblutcomedienne Bartuschka, your friendly neighborhood freak Roc Roc-It und die Multi-Artisten vom PhiloCircus.
Höhenluft vereint mit Frischluft nach einem Jahr Pandemie! Insgesamt 30 Künstler*innen zeigen die gesamte Bandbreite von athletisch virtuoser Artistik bis zu zeitgenössischen Herangehensweisen an die Kunst der Luftartistik. Die Disziplinen umfassen sowohl klassische Requisiten, wie Seil, Trapez, Tuch, als auch experimentelle Disziplinen wie Bungee Dance, Pole und Hairhang.

Sie suchen kritische künstlerische Auseinandersetzungen mit den Themen Körper, Fitness, Alter und Geschlecht. Doch sie erforschen auch das Essenzielle der Luftartistik und stellen die Wahl der Disziplin als künstlerische Ausdrucksform in Frage und suchen Künstler*innen mit eigenen künstlerischen und methodischen Ansätzen.

Bei zirka trollop, der Zirkus-Trilogie nach Kafka geht es um eine Trapezkünstlerin, welche ihr Leben derart eingerichtet hatte, dass sie Tag und Nacht auf dem Trapeze blieb. Aber eines Tages entdeckte sie, dass ein Trapez nicht mehr ausreichte: “Nur diese eine Stange in den Händen – wie kann ich denn leben?” Die Stagehand ist hoffnungslos verliebt, die Trapezkünstlerin will niemals ihr Trapez verlassen – Anja Gessenhardt und Jana Korb verschreiben sich dem artistischen Theater – mit zirka trollop verschränken sie Literatur und Schauspiel mit Boden- und Luftakrobatik.

Alle Termine und Tickets auf: www.reviersuedost.de

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